Film „Rafaël“ – eine Liebesgeschichte in Zeiten der Flucht

Zum Tag des Flüchtlings am 2. Oktober 2026, 19.00 Uhr, lädt der Weltladen Speyer zu einem Filmabend in das Martin-Luther-King-Haus der Gedächtniskirche.

Am 2. Oktober 2026, 19.00 Uhr, lädt der Weltladen Speyer, in Kooperation mit der evangelischen Kirche und Amnesty International zu einem Filmabend in das Martin-Luther-King-Haus der Gedächtniskirche Speyer.

Der Spielfilm „Rafaël“ erzählt von der gefährlichen Flucht des Tunesiers Nazir über das Mittelmeer, um zu seiner niederländischen Frau Kimmy zu gelangen. Der Film spielt vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings und der Bootsflüchtlinge auf der Mittelmeerroute.

Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit: Die junge Niederländerin Kimmy hat sich bei einem Urlaub in Tunesien in Nazir verliebt und ihn dort geheiratet. Nazir betreibt eine gut gehende Strandbar. Als die Situation immer chaotischer und Unruhen immer gewalttätiger werden, beschließen sie, in die Niederlande auszureisen. Im allgemeinen Chaos wird Nazir von der Polizei aber schon der Weg zum Flughafen in Tunis verwehrt, weil er kein gültiges Visum hat. Er drängt die schwangere Kimmy deshalb, alleine zu fliegen und sein Visa-Problem von den Niederlanden aus zu lösen. Doch auch dort bleibt Kimmys Kampf mit der Bürokratie vergeblich. Nazir riskiert mit seinem Freund Rafaël die illegale Flucht mit einem Boot nach Italien. So landen sie in einem Auffanglager in Lampedusa. Von dort nach Tunis abgeschoben, wagen sie die Überfahrt ein zweites Mal. Dabei ertrinkt, zusammen mit vielen anderen Menschen, Nazirs Freund Rafaël.

Frustriert von den Behörden, ist Kimmy nach Lampedusa gereist, wo sie Nazir auch ausfindig macht. Doch der Chef des Aufnahmelagers verweigert jede Unterstützung. Erst als Kimmy den Skandal der allseitigen Nichtzuständigkeit in einer holländischen Talkshow öffentlich macht, kommt Bewegung in den Fall. Kimmy reist erneut nach Lampedusa. Doch Nazir ist mittlerweile nach Sizilien verlegt worden …

Die Verfilmung des Buches „Rafaël ‒ Eine Liebesgeschichte“ von Christine Otten durch Ben Sombogaart erzählt eine spannende Geschichte über das organisierte Durcheinander europäischer Migrationspolitik.

WANN:Freitag, 2. Oktober 2026, 19.00 Uhr
WO:Martin-Luther-King-Haus (neben der Gedächtniskirche)
-Der Eintritt ist frei!-
Freigegeben ab 16 Jahre